Le Gouvernement du Grand-Duché de Luxembourg

Département des transports

URL: http://www.mt.public.lu/presse/discours/2007/09/14lux_oekofoire/index.html

Retour vers la page d'origine

Lucien Lux, "Eine Zukunft zu gewinnen". Discours à l'occasion de l'ouverture de la 20e Oekofoire
14-09-2007

Es gilt das gesprochene Wort

Die Zeit ist gekommen aus Warnungen und Ängsten ein überlegtes, positives Handeln entscheidend weiterzutreiben.

Die Zeit ist reif vor den Bildern von schmelzenden Gletschern, Naturkatastrophen und dürren Erdteilen ein neues politisches Projekt zu entwickeln, die Zeit ist da, auch für unser Land, das Mosaik für ein neues Modell zu zeichnen.

Und dieses Modell ist ein zukunftsbejahendes, ein Modell für eine neue Lebensqualität!

Es geht dabei natürlich darum weiter Emissionen zu verringern durch nachhaltiges Bauen, durch schadstoffärmere Autos, durch mehr öffentlichen Transport und sanfte Mobilität, durch Energiesparen und mehr „grünen Strom“.

Es geht dabei klar um Chancen für mehr Arbeitsplätze, ein nachhaltiges Wachstum, um soziale Kohäsion und Bekämpfung von Armut, um Bildungsgerechtigkeit.

Es geht über all dem darum aus der Warnung vor dem Klimawandel und seinen schwerwiegenden Konsequenzen die Erkenntnis zu stärken, dass wir den zukünftigen Generationen neue gute Perspektiven eröffnen müssen. Hierzu brauchen wir und kommende Generationen

Dies besonders unseren Kindern zu vermitteln gilt ein Programm, das die Unterrichtsministerin und ich am 3. Oktober lancieren werden.

Es muss uns doch aufrütteln, wenn wir vorgestern die neuen roten Listen von bedrohten Pflanzen und Tierarten lesen: 1 von 3 Amphibienarten, jede 4. Art von Säugetieren, 70% aller Pflanzen sind vom Aussterben bedroht. Darunter so Sympathieträger wie Gorillas und Orangutangs !

Das erinnert mich an Mark Twain, der schrieb: „Enttäuscht vom Affen, schuf Gott den Menschen. Danach verzichtete er auf weitere Experimente“.

Eine neue Lebensqualität heißt einen anderen Blick werfen auf Wesentlicheres, auf das Nachhaltige, auf neualte Werte, also neben dem Materiellen den Sinn zu schärfen für solidarisches, generationengerechtes, ressourcenschonendes Handeln.

Diesen Anspruch in alle Politikbereiche zu deklinieren ist z. Z. der essentielle Anspruch der Umweltpolitik.

Wenn ich Euch heute sage, dass ich uns auf dem guten Weg sehe, mag dies nach Zweckoptimismus, politischer Taktiererei aussehen. Weit gefehlt.

Ja, es ist nicht zu übersehen : wir haben hohe CO2 Emissionswerte pro Kopf, wir haben ein echtes Mobilitätsproblem, wir haben Biodiversitätsverluste, wir haben einen hohen Landverbrauch.

Und trotzdem:

Meine Damen und Herren,

Ein kurzer Blick auf Ziele und Begriffe luxemburger Politik zeigen, dass wir, trotz der Anzahl von guten Ansätzen, eine Methode und ein besser koordiniertes Gesamtprojekt brauchen :

IVL, Landesplanung, pacte logement, plans sectoriels, plans régionaux, 25/75 Modalsplit, wirtschaftliche Diversifizierung, Logistikzentrum, Lissabonprozess, 700.000-Einwohner, 10% Biofuel, -28% CO2-Reduktion, 10% erneuerbare Energien, Stop des Artenverlustes bis 2010, soziale Kohäsion, Integration, u.s.w.

Es ist hier und heute nicht der Moment eingehend auf dieses neue Nachhaltigkeitsmodell einzugehen.

Aber die Methode muss klar sein:

Solche Prozesse, sollen sie genügend tiefgründig sein, lassen sich nicht dekretieren.

Es muss also mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln Raum, Zeit und Bereitschaft für Bürgerbeteiligung sein. Das Parlament muss seine Rolle ebenso spielen, wie der Nachhaltigkeitsrat und alle anderen „forces vives“.

Wir haben alle Karten in der Hand : die Akzeptanz der Bürger zu neuen tiefergreifenden Schritten, die intellektuellen, materiellen und finanziellen Fähigkeiten, die Bereitschaft der Politik muss sich dann erweisen.

Zum Inhalt dieses Prozesses nur ein paar konkrete in meinen Augen evidente Umrisse:

Insgesamt gilt:

Keiner will den Bürger par la force oder per Dekret zum öffentlichen Transport zwingen !

Beim Klimaschutz setzen wir, mit der nötigen Entschlossenheit, wie ich finde, die 10 Bausteine um.

Aber mittelfristig müssen wir weitergehende Ziele erreichen:

Ein letztes Beispiel:

Wir müssen den Verlust an Biodiversität stoppen und wir müssen dabei auch bei Einzelnen das Biertischniveau beim Reden über Biotope stoppen.

Als Manager von 50% unseres Landes ist die Landwirtschaft einer unserer wichtigsten Partner in Sachen Naturschutz. Wir wollen zusammen die Biodiversitätflächen von aktuell 3300 auf 5000 ha erhöhen.

Der Naturschutzplan fordert eine Reorientierung der Kriterien nach denen die Landschaftspflegeprämie ausbezahlt wird. Diese Prämie soll in Zukunft nach ökologisch und landschaftlich relevanten Kriterien ausbezahlt werden und so jene Bauern belohnen, die im Sinne des Gemeinwohls, unsere Landschaften im Stande halten.

Um diesen Prozess einzuleiten hat das Landwirtschaftsministerium eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen die diese Kriterien festlegen soll.

Ich erhoffe mir, dass diese Kriterien schon ab 2010 angewendet werden können.

Die Fertigstellung eines nationalen Biotopkatasters von schützenswerten Biotopen nach den Vorschriften des Artikel 17 ist in vollem Gange.

Dieser Biotopkataster soll einerseits allen Akteuren definitive Planungssicherheit geben, soll aber auch, nach einer Rücksprache mit dem Syvicol, als Basis für die Erneuerung der PAG von Gemeinden und einer ökologischeren Bebauung dienen.

Wir werden, Syvicol, Intérieur und Environnement, am 12. November ganztägig mit den Gemeinden darüber beraten.

In Sachen Naturschutz setzen wir aber auch weiterhin auf die Ausweisung von neuen Naturschutzgebieten zum Schutz von den absolut wichtigsten und bedrohten Standorten in Luxemburg.

Hier peilt der Naturschutzplan die Ausweisung von 36 neuen Gebieten an, was einem Zuwachs von 33% des bestehenden Netzwerkes von nationalen Naturschutzgebieten entspricht.

Ich wollte diese Beispiele geben, um, neben den richtungsweisenden Prinzipien, die konkrete Gestaltung des vorzubereitenden Nachhaltigkeitsplans für Luxemburg anzudeuten.

Ein Nachhaltigkeitsmodell Luxemburg zu entwerfen, mit der klaren Vorgabe eine neue Lebensqualität zu entwickeln ist eine spannende, eine herausfordernde Aufgabe, ein Ziel, das Generationen verbinden kann, zu dem ich Jeden zur Mitarbeit, zum Mitdenken und zum Mitumsetzen auffordere.

Wenn wir uns die globalen Herausforderungen und unsere Kapazität oder aber unsere Inkapazität sie zu meistern vor Augen halten, ja, dann haben wir entweder eine Welt zu verlieren oder eine Zukunft zu gewinnen !

Meine Damen und Herren,

Ich kann nicht jedes Jahr mit einem kostspieligen Geschenk in Form eines neuen Centre écologique wie letztes Jahr auftrumpfen.

Aber 20 Jahre Oekofoire stellen, wenn man an die Mühe, Durchsetzungskraft, Überzeugungsarbeit denkt, die dahinter steckt, einen ganz stolzen Geburtstag dar.

Deshalb vom Herzen dieses kleine Präsent und allen Ausstellern 2007 ein großer Erfolg !

Dernière mise à jour de cette page le 13-02-2014.
Copyright Département des transports

Retour vers la page d'origine